Ganzheitliche Schulentwicklungsplanung – Themenforum ´Ganztag`

Die Gestaltung des schulischen Ganztags in den Grundschulen und in der Sekundarstufe I in Bielefeld spielt für die Schulentwicklung eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren erarbeitete die Stadt eine Bielefelder Strategie zur Weiterentwicklung des Ganztags und stimmte Qualitätskriterien.

Am 14.11.2019 fand dazu im Ratssaal des Neuen Rathauses der Stadt Bielefeld das Themenforum ´Ganztag` unter dem Motto ´Ein ganzer Tag für den Ganztag` statt. Das Amt für Schule hatte rund 400 Bildungsakteure eingeladen, um sie an dem Prozess aktiv zu beteiligen. Gut 150 Schul- und OGS-Expertinnen / -Experten, Schulleitungen, Lehrkräfte, sozial-pädagogische Fachkräfte, Politiker, Verwaltungsmitglieder und Elternvertreter nahmen teil, diskutierten, tauschten sich aus und gaben ihre Einschätzungen, Erfahrungen und Expertisen rund um das Themenfeld ´Schulischer Ganztag` ab.

Zwei Vorträge führten ins Themenfeld ein: Dr. Anna Klein, Expertin für ´Ganzheitliche Schulentwicklungsplanung` im Amt für Schule, veranschaulichte den derzeitigen Stand des schulischen Ganztags in Bielefeld anhand von Zahlen, Daten und Fakten. Im Anschluss daran referierte Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels, vom Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Techn. Universität Dortmund, in seinem Impulsvortrag über die ´Qualität im schulischen Ganztag – Organisation, Lernkultur und Entwicklung von Ganztagsschulen`.

In fünf Workshops konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Aspekten ´Lernwirksame Angebote und Bedarfe der Schülerinnen und Schüler`; ´Zeitliche Struktur und Rhythmisierung`; ´Elternbeteiligung im Ganztag`; ´Raumbedarfe und Raumgestaltung` und ´Multiprofessionelle Kooperation` austauschen.


Das Themenforum zur Qualität im schulischen Ganztag stellte den Auftakt einer Reihe von Themenforen als Beteiligungsformat zu weiteren Bildungsthemen dar. Am 26. Februar 2020 fand ein Themenforum zum Thema ´Inklusion` statt. Weitere Foren zu den Themen ´Heterogenität` und ´Segregation` konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.


Seit März 2019 wurde in Bielefeld an einem ganzheitlichen Schulentwicklungsplan gearbeitet. 2021 wurde der Ganzheitliche Schulentwicklungsplan für die städtischen allgemeinbildenden Schulen in Bielefeld ist fertiggestellt. Er zeigt detailliert auf über 280 Seiten, in acht Kapiteln, neben einer allge­meinen Darstellung des schulischen Angebots in Bielefeld, Perspektiven für die quantitative und qualitative Entwicklung der Bielefelder Schullandschaft in den nächsten zehn Jahren bis zum Jahr 2030 auf.

Der aktuelle Bericht dokumentiert unter anderem die Entwicklung der Schülerzahlen in Form von Prognosen, die Raumbestände an den Schulen und die daraus resultierenden Bedarfe. Es werden die Ergebnisse und Szenarien für die städtischen Grundschulen, aufgeteilt in 14 Handlungsgebiete, sowie für die weiterführenden Schulen, unterteilt nach Schulformen, dargestellt. Eine Analyse der Bildungswanderung zwischen den Grundschulen sowie der Übergangszahlen zu den weiterführenden Schulen erlaubt eine fundierte Einschätzung von Bedarfen in den jeweiligen Handlungsgebieten (Grundschulen) bzw. inner­halb der jeweiligen Schulform (allgemeinbildende weiterführende Schulen). Mehr zum Thema