Einladung zum Jubiläums-Fachtag PReSch

10 Jahre Prävention von Rechenschwierigkeiten

Wir laden Schulleitungen und Lehrkräfte von Grundschulen herzlich ein zum Jubiläums-Fachtag „10 Jahre PReSch in Bielefeld und im Kreis Gütersloh “, am Mittwoch, den 13.03.2024, von 9.00 bis 13.30 Uhr, ins Jugendgästehaus Bielefeld, Hermann-Kleinewächter Str. 1, 33602 Bielefeld.

Programm

  • 09.00 Uhr Begrüßung und Festakt
  • 09.30 Uhr Impuls-Vortrag „Mit Sprache neu rechnen“, Prof. Dr. Kerstin Gerlach (Uni Bielefeld)
  • 10.30 Uhr Vormittagsimbiss mit Kaffee und Kaltgetränken
  • 11.00 Uhr Workshops I
  • 12.15 Uhr Workshops II
  • 13.30 Uhr Ende


In einem Eingangsvortrag informiert Frau Professor Dr. Kerstin Gerlach zum Thema „Mit Sprache neu rechnen“.

Mit Sprache können ganz unterschiedliche Herausforderungen des Mathematikunterrichts bewältigt werden: mathematische Inhalte können beschrieben, erklärt oder begründet werden. Warum eine solche Unterscheidung von Sprachhandlungen für das Lehren und Lernen von Mathematik so wichtig ist, wie wunderbar sie bei Diagnose und Förderung helfen kann und wie sie in konkreten Förderformaten für den Unterricht genutzt werden kann, wird Ihnen im Vortrag verraten.


Anschließend werden fünf Workshops in zwei Schienen angeboten, in denen Übungsformate und Anschauungsmaterialien für den Mathematik- und Förderunterricht vorgestellt werden.

Workshop I – Ein tragfähiges Stellenwertverständnis entwickeln – Anregungen für Unterricht und Förderung
Referentin: Julia Hacker, GS Am Homersen
Die Entwicklung eines tragfähigen Stellenwertverständnisses ist eines der zentralsten Ziele für erfolgreiches Mathematiklernen. Es ist für die Orientierung im Zahlenraum und für die Nutzung von Rechenstrategien von entscheidender Bedeutung. In diesem Workshop werden die theoretischen Grundlagen kurz erläutert und sinnvolle Aktivitäten und Materialien, die ein tragfähiges Stellenwertverständnis gezielt fördern, vorgestellt, erprobt und diskutiert.

Workshop II – Die schriftliche Subtraktion verständnisorientiert lehren und lernen
Referentin: Prof. Dr. Andrea Peter-Koop, Uni Bielefeld
Während einige Länder, z.B. in Skandinavien, dem Lehren und Lernen der schriftlichen Rechenverfahren kaum noch Bedeutung schenken, gehören sie in Deutschland nach wie vor zum Pflichtkanon. Die curricularen Vorgaben legen dabei besonderen Wert auf das Verstehen des jeweiligen Algorithmus. Besondere Herausforderungen erleben Lehrerinnen und Lehrer diesbezüglich häufig bei der Einführung der schriftlichen Subtraktion. Im Workshop haben die Teilnehmenden Gelegenheit, das z.T. recht komplexe Zusammenspiel zwischen handlungsorientierter Veranschaulichung, begleitender Sprechweise und entsprechender Notation zu erkunden. Dabei sollen potenzielle Verstehenshürden und Schwierigkeiten der Kinder erkannt und Möglichkeiten ihrer Überwindung erprobt werden. Wir thematisieren sowohl das Abziehen mit Entbündeln als auch das Ergänzen mit Erweitern und diskutieren Vor- und Nachteile beider Verfahren.

Workshop III – Bilderbücher im Mathematikunterricht
Referentin: Sabrina Feldmann, GS Gartnisch und Wibke Patsch, Fachberatung Mathematik im Kreis GT
Bilderbücher stellen für Kinder häufig ein Medium mit hohem Aufforderungscharakter zum Beschreiben, Erklären, Vermuten und Begründen dar. Bilderbücher mit mathematischen Inhalten bieten durch ihren Aufbau zudem die Möglichkeit, abstrakte Themen zu veranschaulichen, komplizierte Problemstellungen zu vereinfachen und einen relevanten Bezug zur Lebenswelt der Kinder herzustellen.
Bei der Auswahl entsprechender Literatur sollten sich Lehrkräfte bewusst sein, welche Potenziale Bilderbücher für den Mathematikunterricht bieten und welche Qualitätsmerkmale ein Buch aufweisen sollte, damit sich diese entfalten können. Im Workshop lernen die Teilnehmenden entsprechende Kriterien anhand ausgewählter Bücher kennen und entwickeln Ideen zum Einsatz im Unterricht.

Workshop IV – Lernen durch Bewegung im Mathematikunterricht
Referentin: Kathrin Nordemann, GS Sundern
Konkrete Handlungen spielen eine wesentliche Rolle im Erlernen von Mathematik. Doch nicht nur diese, sondern auch Bewegungen mit dem ganzen Körper wirken sich positiv auf das Verständnis mathematischer Inhalte aus.
Für das Mathematiklernen liegt gerade im Lernen durch Bewegung eine große Chance, vor allem auch für lernschwache Schülerinnen und Schüler. Dabei werden nicht einfach beliebige Bewegungen während des Lernens ausgeführt, vielmehr stellt die Bewegung eine inhaltliche Verbindung zum Lerngegenstand her. Damit kann z.B. der Aufbau von Grundvorstellungen zu wichtigen mathematischen Konzepten gefördert werden.
Im Workshop werden nach einer kurzen theoretischen Einführung verschiedene Bewegungsaktivitäten erprobt und diskutiert.

Workshop V – Wortspeicher – mehr als nur ein Speicher für Worte
Referentin: Prof. Dr. Kerstin Gerlach, Uni Bielefeld
Wortspeicher sind ein wichtiges Werkzeug für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht. Doch wie genau sollte so ein Wortspeicher eigentlich aussehen? Und wie können wir ihn im Unterricht sinnvoll einführen und nutzen?
Im Workshop besprechen wir die wichtigsten Regeln für die Gestaltung und Nutzung von Wortspeichern und entwickeln dann ein maßgeschneidertes Exemplar für Ihren Unterricht


Zielgruppe: Schulleitungen und Lehrkräfte von Grundschulen

Kosten: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Evtl. anfallende Reisekosten sind über den Fortbildungsetat der entsendenden Schule abzurechnen.

Anmeldung bis zum 28.02.2024 bitte per Email an: a.strothenke@kreis-guetersloh.de
Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung folgendes an: Name; Name der Schule; Workshop 1. Wahl; Workshop 2. Wahl; Workshop 3. Wahl.Bei mehreren Anmeldungen einer Schule können die Daten in einer Email verschickt werden. Wir werden uns bemühen, Ihre Prioritäten zu den Workshops zu berücksichtigen und freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf einen interessanten, informativen und inspirierenden Vormittag.


Der Fachtag wird mit folgenden Kooperationspartnern realisiert: Reinhard Mohn Stiftung, Kreis Gütersloh, Kompetenzteam Bielefeld und Gütersloh


Die Regionale Schulberatungsstelle ist eine Einrichtung des Landes NRW und der Stadt Bielefeld. Sie besteht seit 1976 und bietet schulpsychologische Hilfestellung an. Die dort arbeitenden Schulpsychologen beraten und unterstützen Eltern, Schüler*innen, Lehrkräfte und Schulsysteme vertraulich, neutral, unabhängig, freiwillig und kostenlos zu verschiedenen Themen rund um Schule, Bildung, Erziehung und Familie.  

Weitere Informationen und Angebote der Regionalen Schulberatungsstelle

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