2. August 2021 08:00 bis 13. August 2021 16:00

In den Sommerferien mit Spaß Deutsch lernen

Einladung zum Sprachcamp für Schüler*innen mit Zuwanderungsgeschichte (5.-8. Klasse)

Du hast Interesse an Theaterspiel und Spaß in den Ferien?

Du hast vom 2.-13.8.2021 noch nichts vor?

Deine Muttersprache ist nicht Deutsch?

Aber du möchtest deine deutschen Sprachkenntnisse gerne erweitern? Dann mach mit beim Sprachcamp!

Das Sprachcamp ist ein abwechslungsreicher Mix aus Ferienspaß und spannendem Lernen mit allen Sinnen.
Am Vormittag setzen sich alle Teilnehmer*innen intensiv mit der deutschen Sprache auseinander. Nachmittags erarbeiten alle zusammen ein Theaterstück. Zwischendurch gibt es vielfältige Freizeitangebote und einen Ausflug. Für Verpflegung ist übrigens auch gesorgt.

So kann ein Tag im Sprachcamp aussehen (Änderungen natürlich vorbehalten):
08:00 Uhr – Begrüßung der Schüler*innen und gemeinsames Frühstück
08:30 Uhr – Freispiel, wahlweise Morgengymnastik
09:00 Uhr – Spracheinheit (mit zwei integrierten Pausen und Snack)
12:30 Uhr – Gemeinsames Mittagessen
13:00 Uhr – Freizeitangebote sowie Ruheangebote
14:30 Uhr – Theatereinheit (mit integrierter Obstpause)
15:45 Uhr – Große Abschlussrunde
16:00 Uhr – Sprachcampende


Wer kann teilnehmen?
Alle Jugendlichen der 5.-8. Klassen, die (neu) in unserer Stadt leben und deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind herzlich eigeladen.

Wann und Wo?
Das Sprachcamp findet in den Sommerferien (vom 02.08.-13.08.21), jeweils Montag bis Freitag von 8.00– 16.00 Uhr, in den Räumen der Gesamtschule Quelle, Marienfelder Str. 81, 33649 Bielefeld, statt.

Kosten?
Das Projekt ist für alle Teilnehmer*innen kostenfrei!

Anmeldung?!
Eine Teilnahme ist nur mit einer Anmeldung per E-Mail möglich. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.

Abweichungen im Ablauf und Inhalt sind aufgrund Corona möglich. Diese richten sich nach der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Projektträger und Projektdurchführung: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bielefeld e.V. – gefördert von der Stadt Bielefeld


Konzept und Ziele des Sprachcamps

Sprachbarrieren entstehen besonders dann, wenn innerfamiliär nicht Deutsch, sondern die Herkunftssprache gesprochen wird. Besonders deutlich wird dies nach den Ferien. Schüler*innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, kehren gerade nach diesen mit weniger Sprachkompetenz in die Schule zurück. In der schulfreien Zeit benutzen die betroffenen Kinder/Jugendlichen vorwiegend ihre Erstsprache. In der ersten Zeit nach den Ferien müssen sich viele erneut auf die deutsche Sprache einstellen, was für alle beteiligten Schüler*innen und Lehrer*innen eine zusätzliche Belastung darstellt. Die Teilnahme am Unterrichtsgeschehen ist eingeschränkt, Inhalte können sprachlich teils nicht oder nur schlecht erfasst und demnach nicht gelernt werden. Hier setzt das Konzept der Sprachcamps an, die die Ferienzeit nutzen, um Schüler*innen spielerisch und mit vielen freizeitpädagogischen Elementen weiter an die deutsche Sprache heranzuführen und die Sprachkompetenz nachhaltig zu festigen.

Im Camp werden täglich zwei Wege zum Festigen und Verbessern der Sprachkompetenzen beschritten: explizite Förderung in der Spracheinheit sowie die implizite Förderung in Form der Theatereinheit sowie der Freizeitaktivitäten. Die einzelnen Einheiten sind sowohl inhaltlich als auch strukturell und personell eng miteinander verknüpft, um so ganzheitliche Sprachförderung zu gewährleisten. Sie sind so konzipiert, dass sie vielfältige Sprech- und Schreibanlässe bieten. Der differente Sprachstand der Schüler*innen wird in allen Teilen berücksichtigt.

Ziel des Sprachcamps ist es zum einen die Sprachkompetenzen der Schüler*innen zu festigen, die bereits über Deutschkenntnisse verfügen, aber dennoch Unterstützungsbedarf haben, zum anderen den Schüler*innen, die gar keine Deutschkenntnisse besitzen, einen geschützten Raum bereit zu stellen, sich mit der Verkehrssprache vertraut zu machen.

Der Verlauf eines Camps ist geprägt von der Arbeit an einem gemeinsamen Ziel: die öffentliche Aufführung des Erarbeiteten in der Abschlussveranstaltung. Diese findet am letzten Tag des Camps an dem jeweiligen Standort statt. Es werden Eltern, Großeltern und alle Interessierten eingeladen. Die Schüler*innen präsentieren, was sie erlebt, gelernt oder erarbeitet haben.

In jedem Sprachcamp betreuen sechs Pädagog*innen unterschiedlicher Professionen die Teilnehmer*innen. Das Team eines Camps setzt sich aus zwei Fachkräften für Deutsch als Zweitsprache (DaZ), zwei Theaterpädagog*innen und zwei Freizeitpädagog*innen zusammen.

Quelle: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bielefeld e.V.